Bauleitpläne...
...in Bad Salzuflen

1029 "Kreisverkehr - Fritz-Niewald-Weg" im Stadtteil Werl-Aspe

Im Jahr 1995 begannen Vorplanungen für eine neue Wohnsiedlung am Rand von Knetterheide (Ortsteil Werl-Aspe). Hierzu wurde u. a. der „Runde Tisch zum Wohnungsbau in Bad Salzuflen“ ins Leben gerufen. Die dort erarbeiteten Vorüberlegungen flossen 1997 in einen europaweit ausgelobten Realisierungswettbewerb ein. Als Ergebnis entstand ein Rahmenplan für ein umfassendes Wohnquartier. In diesem Plan waren Bau- und Grünflächen sowie das Erschließungskonzept enthalten. Ein Ziel dieser Planung ist es, den Fritz-Niewald-Weg als Hauptsammelstraße mit einem Kreisverkehrsplatz an die Lockhauser Straße (Kreisstraße K4) auf Höhe des Mühlenbrinks anzuschließen. Im Jahr 2000 wurde der Bebauungsplan Nr. 1021 A „Knetterheide-Südfeld, Teilbereich A“ als erster Bauabschnitt des Wohngebietes rechtskräftig. Das Wohngebiet wurde in den folgenden Jahren in weiteren Bauabschnitten fortentwickelt. Die neue Anbindung des Fritz-Niewald-Weges an die Kreisstraße K4 ist bereits Bestandteil des Bebauungsplanes Nr. 1021 A. Sie wurde bisher nicht hergestellt.

Mit Aussicht auf den bevorstehenden Abschluss des südlichen Teils des Wohngebietes (südlich des Fritz-Niewald-Weges), wurde mit der Ausführungsplanung für die neue Verkehrsanbindung begonnen. Im Rahmen der Abstimmung mit dem Kreis Lippe (Straßenbaulastträger für die Kreisstraße K4) haben sich veränderte Anforderungen für die Dimensionierung des Kreisverkehrsplatzes ergeben. Die neu geplante Verkehrsanlage liegt kleinteilig (insgesamt 79 m²) außerhalb der Festsetzungen des bestehenden Bebauungsplanes. Um den Kreisverkehr herstellen zu können, ist eine bedarfsgerechte Anpassung des Planungsrechts erforderlich. Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 1029 „Kreisverkehr Fritz-Niewald-Weg“ soll diese Anpassung erfolgen. Die Abgrenzung des ca. 0,6 ha großen Geltungsbereiches (s. Anlage 1) ergibt sich unmittelbar aus der Ausführungsplanung des Kreisverkehrsplatzes.

Der Bebauungsplan Nr. 1029 „Kreisverkehr Fritz-Niewald-Weg“ wird im Normalverfahren mit Umweltbericht aufgestellt. Andere Verfahrensarten kommen für die Planungsaufgabe nicht in Betracht, weil sich die geplante bauliche Nutzung in den bisherigen Außenbereich erstreckt.

Im Bebauungsplan wird ausschließlich eine „öffentliche Verkehrsfläche“ festgesetzt. Die zeichnerische Festsetzung wird für den gesamten Geltungsbereich getroffen. Abgesehen von der äußeren Begrenzung, sind auf diese Weise mögliche spätere Änderungen der Ausführungsplanung planungsrechtlich dauerhaft abgesichert.

Die Anbindung an die Lockhauser Straße mit einem Kreisverkehr ist nach eingehender Prüfung und Untersuchung alternativer Möglichkeiten, im Rahmen des Bebauungsplanes Nr. 1021 A, als die am besten geeignete Lösung ausgewählt worden. Der Verkehr auf der Lockhauser Straße erhält mit dem Kreisverkehr zudem einen eindeutigen Ortseingang, was voraussichtlich zu einer Geschwindigkeitsreduzierung in der Ortszufahrt führt. Der Ausbau kann mit verhältnismäßig geringen Erdbewegungen und -modulationen erfolgen. Eine wartungsaufwendige Lichtsignalanlage ist nicht erforderlich. Die vorhandenen und geplanten Radwege können in diesem Bereich gut miteinander verknüpft werden.

Die Umweltauswirkungen werden nach der frühzeitigen Beteiligung der Behörden untersucht und im Umweltbericht zum Entwurf des Bebauungsplanes dokumentiert.
Die beplanten Flächen sind bereits überwiegend im Eigentum des Kreises bzw. der Stadt Bad Salzuflen. Die kleinteiligen Ergänzungsflächen sind im Privateigentum. Die Umsetzung der Planung wird Kosten von ca. 950.000 € verursachen. Dazu zählen sowohl die Planungs- und Baukosten, als auch die Kosten für den erforderlichen kleinteiligen Flächenerwerb. Die benötigten Finanzmittel sind bereits im städtischen Haushalt eingeplant, so dass die Planungsziele nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens umgesetzt werden können.


Geltungsbereich

Übersichtsplan

Ansprechpartner zum Plan
Name Telefon E-Mail
Herr Martin Heyne 05222 - 952 242 M.Heyne@bad-salzuflen.de
Frau Regina Walter 05222 - 952 241 r.walter@bad-salzuflen.de
Datum: 06.06.2020